Slacklinen? Was ist denn das?

Slacklinen im Park

Nachdem das Slacklinen ein noch eher junger Sport ist, hören wir die Frage "was ist eigentlich dieses Slacklinen" gar nicht so selten. Nachdem Sie Ihren Weg auf unsere Seite gefunden haben, gehen wir davon aus, dass Sie diese Frage bereits beantworten könnnen. Dennoch möchten wir nachfolgend ein paar Grundinformationen zum Thema Slacklinen mit Ihnen teilen. Falls Sie all dies schon wissen, finden Sie links im Menü weiterführende Informationen über das Slacklinen.

 

Slacklinen - der moderne Seiltanz

Slacklinen kann am ehesten mit dem weithin bekannten Seiltanzen verglichen werden. Unter dem Seiltanzen kann sich jeder etwas vorstellen. Das Slacklinen ist ähnlich - und doch grundverschieden. Zwar geht es - wie auch beim Seiltanz - um das Gleichgewicht und das Überqueren der Line. Doch da fangen die Unterschiede schon an.

 

Während ein Stahlseil vom Seiltanzen extrem hart gespannt wird, ist eine Slackline eine dynamisches Band mit Dehnung. Je nachdem wie stark die Slackline gespannt wird, verhält sie sich unterschiedlich und macht es den Balancierenden leichter oder schwerer.


Die größte Schwierigkeit für den Anfang ist ganz klar das Wackeln der Slackline selbst. Dieses Wackeln ist absolut normal und nicht ungewöhnlich. Im Gegenteil: Das Ausbleiben des Wackelns ist ungewöhnlich. Doch erfreulicherweise verschwindet das Wackeln innerhalb der ersten 60 Übungs-Minuten weitestgehend.

 

Das Slacklinen selbst kann als eine Mischung aus Gleichgewicht, Anspannung, Entspannung, Konzentration und Fokus gesehen werden. Das Gleichgewicht steht im Zentrum und die Person ist zugleich vollständig konzentriert. Der Fokus liegt auf der aktuellen Tätigkeit, wodurch andere Gedanken ausgeblendet werden. Und die Muskulatur wird durchgehend be- und entlastet.

 

Über die letzten Jahre hat sich eine Vielzahl an verschiedenen Slackline Varianten entwickelt, auf die wir auf der nächsten Seite eingehen wollen und die für fortgeschrittenen Slackliner immer spannender werden.

 

Geschichte des Slacklinens

Die Geschichte der Slackline findet den Anfang bei Kletterern im Yosemite-Nationalpark in Kalifornien. An Ruhe- und Regentagen in den 70er Jahren trainierten sie ihre Kraft und das Gleichgewicht auf Absperrketten und alten Kletterseilen.

Über die Zeit wurden modernere Materialien als Ersatz für die zweckentfremdeten Ketten und Seile gesucht, um den sich ausprägenden Balancier-Fähigkeiten neue Herausforderungen entgegen zu setzen. Mit der ersten (dokumentierten) Verwendung eines Schlauchbandes durch Adam Grosowsky – damals als „slackwire“ bezeichnet - wurde dem Slackline-Sport damals der erste Atem eingehaucht.

 

Der Slackline Begriff ist heute nicht mehr auf eine bestimmte Person zurückzuführen, kann dafür aber als konsequente Folgerung aus den Eigenschaften der Slackline selbst gesehen werden: Slack steht für den Durchhang, und Line für das Band.

 

Während der letzten Jahren hat sich das Slacklinen durch zunehmende Präsenz in Parks, bei Events, in den Medien und im Internet weit verbreitet. Inzwischen ist das Slacklinen weltweit zu beobachten und wandelt sich Stück für Stück vom Trendsport zu einem etablierten Breitensport. Heute gibt es zahlreiche Slackliner die auf Slackline-Veranstaltungen fahren, die in der ganzen Welt stattfinden. Auch Wettkämpfe und Weltranglisten-Kämpfe gehören inzwischen dazu.